HGW indiskutabel
Absolut vermeidbare 25:29(10:15) Heimniederlage gegen SG Heddesheim
So wird das nichts mit dem Klassenerhalt. Seit dem Sieg in Willstätt, Anfang Dezember, geht es mit den Leistungen stetig abwärts. Am Samstag der vorläufige Tiefpunkt. Weder im Angriff noch in der Defensive ging viel zusammen. Große Ausnahme, Stefan See. Mit seinen Treffern war er jedoch alleine auf weiter Flur. Der restliche Rückraum fand einfach nicht statt. Zu statisch, zu unbeweglich, zu langsam die Abläufe und somit klar erkennbar für die gegnerischen Abwehrspieler. Etwas besser wurde es mit Tim Stocker auf der Mittelposition, er versuchte mehr Schwung in das Angriffsspiel zu bringen, das gelang auch phasenweise. Sehenswert seine Kreisanspiele. Doch fielen seine Mitspieler zu schnell wieder in das alte Muster zurück. Ein Akteur noch, der eine ähnliche Leistung abgerufen hätte wie Stefan See und es hätte wohl gereicht, als Sieger vom Platz zu gehen. Doch weit und breit niemand zu sehen, der diese Rolle hätte einnehmen können.

Da auch der Abwehrverband durch die schnelle Spielweise der Gäste immer wieder ausgehebelt wurde, war es nur folgerichtig, dass mit dem Pausenstand ein fünf Tore Rückstand zu verzeichnen war. Es war erschreckend, wie eine einfache Körpertäuschung von Dymal Kernaja die HGW Defensive ins Leere beförderte und Scheunentor ähnliche Lücken sich auftaten. Trotz eines insgesamt schwachen Auftritts, war der HGW nahe dran, die Partie doch noch zu seinen Gunsten zu drehen. So beim 17:20 in der 41. Minute oder beim 21:22 nach 47 Spielminuten. Auch in der Schlussphase beim 23:25 waren die Heimpunkte noch im Bereich des Möglichen. Doch es fügte sich nahtlos in das Gesamtgeschehen, dass gerade in diesen Momenten das Spielgerät mehrfach am Aluminium landete und den Weg ins Gehäuse nicht fand. Dazu haderte man mit vielen Entscheidungen der Schiris aus dem Breisgau, die mit insgesamt 15 Zeitstrafen und einer direkten roten Karte ein weiteres Negativum in einer bestimmt nicht unfairen Partie setzen.
Von Anfang an war zu erkennen, dass es für die Gastgeber eine zähe und überaus schwierige Angelegenheit werden würde. Mit dem schnellen und flüssigen Angriffsspiel von Heddesheim, wusste die HGW Abwehr nichts anzufangen. Nur kurz, zwischen der 7. und 11. Minute gelang es die Führung zu übernehmen, doch da immer wieder ungehinderte Abschlüsse zugelassen wurden, wurde diese Führung wieder abgegeben. In der Folge musste man zuschauen, wie sich der Rückstand stetig erhöhte. Beim 12:19 in der 35. Minute bahnte sich ein Debakel an. Doch wieder einmal, angetrieben von den unermüdlichen Handballfans, brachte der Kampfgeist die Einheimischen wieder zurück. Leider nicht mit dem erhofften positiven Ende.

Spielverlauf: 0:1, 1:1, 1:2, 3:2, 3:3, 4:3, 4:4, 5:4, 5:6, 6:6, 6:8, 7:8, 7:10, 8:10, 8:12, 9:12, 9:14, 10:14, 10:15,
10:16, 11:16, 11:17, 12:17, 12:19, 13:19, 14:19, 14:20, 17:20, 17:21, 18:21, 18:22, 21:22, 21:25, 23:25, 23:26, 24:26, 24:27, 25:27, 25:29

HGW : P. Herrmann, N. Nikolic, T. Stocker 2, L. Groh, S. Groh 2, L. Barbon 1, B. Schnak 2, D. Monschein 2 , L. Schade 1, M. Schulz 1 , S. See 8/2, M. Bures 2,
Gelbe Karte: (L. Groh, B. Schnak, M. Schulz, M. Bohn), 2-min: (S. Groh, T. Spraul 3x, B. Schnak, M. Schulz, S. See) Disqualifikation: M. Bures

SG Heddesheim: R. Sowden, R. Dulina, T. See 4, N. Pugar 1, D. Adam, G. Capizzi 2, P. Badent 5, T. Stiepani 3, D. Kemaja 8, S. Pagliara 2, M. Doll 4
Gelbe Karte: (G. Capizzi, T. Stiepani, M. Doll) 2-min: (T. See, N. Pugar, G. Capizzi 2x, P. Badent 2x, T. Stiepani, S. Pagliara)

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