Der Tiefpunkt am letzten Spieltag
HGW beim 23:34 (8:15) nur ein Spielball für TSG Söflingen
Da hatte man sich schon etwas mehr erwartet nach dem starken Auftritt am vergangenen Sonntag. Doch offensichtlich fehlte den meisten HGHW Akteuren die richtige Fokussierung auf die Partei. Wie könnte es denn ansonsten sein, dass man sich in den ersten zehn Minuten regelrecht überlaufen lässt und den gegnerischen Angreifern nur staunend assistiert. Die Gäste unterstrichen schon über ihre Körpersprache, wie man auch am Ende einer langen Saison noch die mitgereisten Fans begeistern muss. Unwahrscheinliche 15 freie Gelegenheiten brachten die Hausherren nicht an Samuel Beha vorbei, dazu stand noch mehrere Male das Gehäuse im Weg. Wenn dann noch eine Defensive dazu kommt, die nur begleitet aber nicht aggressiv zu Werke geht, dann muss der Spielstand von 2:9 in der 12. Minute nicht mehr verwundern.

Dass es nach so einem Auftakt extrem schwierig ist, wieder zu einer annehmbaren Leistung zu finden, ist allgemeine Erfahrung im Mannschaftssport. Zumal die Gäste in ihren Abwehraktionen alles andere als zimperlich waren. Aktionen, die nicht zum Körper des Gegenspielers gerichtet waren, sondern zum Spielgerät, wie es die Regel eigentlich fordert, können an einer Hand abgezählt werden. Doch hat das alles nichts damit zu tun, dass man auch im Abschluss einfach viel zu unkonzentriert agierte. Das alles, einschließlich technischer Fehler, zog sich wie ein roter Faden durch die gesamte Partie. Da im Gegensatz die TSG Söflingen nur in ganz wenigen Situationen ebenfalls schluderte, erhöhte sich der Rückstand für den HGW stetig. Beim 17:27 in der 49. Minute waren es erstmals zehn Tore.
Die beim HGW ausscheidenden Akteure hätten einen anderen Abschied verdient gehabt. So dachten wohl auch die treuen HGW Fans, die jede gelungene Aktion mit Beifall bedachten und die Mannschaft nach dem Abpfiff applaudierend verabschiedeten.
Der Abschied aus der Oberliga nach einer Saison hätte sicherlich anders verlaufen müssen. Der Tiefpunkt im Abschlussspiel sollte dennoch verblassen hinter den Situationen, in denen die Mannschaft unterstrichen hat, dass man auch in der vierthöchsten Klasse in der Lage ist mitzuhalten.
Ein Wort noch zu den Spielern, die nach dem Spiel verabschiedet wurden. Marvin Roche konnte sich in der Schlussphase auszeichnen. Stefan See hat eine überragende Rückrunde gespielt. Sein Entschluss schmerzt richtig. Einen großen Dank auch an Roman Einloth und Maximilian Schulz für die vielen Spiele, in denen sie stets das bestmögliche für den HGW in die Waagschale warfen.

Spielverlauf: 0:2, 1:2, 1:4, 2:4, 2:9, 3:9, 3:10, 4:10, 4:12, 5:12, 5:13, 6:13, 7:13, 7:14, 8:14, 8:15,
8:17, 9:17, 8:18, 12:18 12:20, 13:20, 13:21, 14:21, 14:24, 16:24, 16:25, 17:25, 17:29, 19:29, 19:30, 20:30, 20:32, 21:32, 21:34, 23:34

HGW : N. Nikolic, M. Roche , T. Stocker 4, F. Wildt 1, M. Mattes , R. Einloth ,T. Häß, L. Groh , B. Schnak 3 , D. Monschein 2, L. Schade 3, M. Schulz 4, S. See 4/1, S. Groh 1,M. Bures 2/1
Gelbe Karte: (L. Schade, M. Schulz, S. Groh), 2-min: (B. Schnak, M. Schulz, S. See),
TSG Söflingen: M. Weinbuch, S. Beha, K. Kraft 8, A. Schaaf 5, J. Linse 1, A. Wowra 2, S. Dürner 4, Z. Darvaj 3, J. Hofmann 2, P. Eberhardt 3, C. Dürner 4, F. Kohnle 2,
Gelbe Karte: (A. Schaaf, A. Wowra, C. Dürner) 2-min: (K. Kraft, J. Hofmann),

Schiedsrichter: A. Kraft, SV Langensteinbach, R. Saam, PSV Karlsruhe

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