HTV Meißenheim II – HGW Hofweier 25:27 (14:13).

In einem zerfahrenen Derby setzte sich Hofweier durch. Die Grün-Weißen erwischten einen starken Start, ehe der HTV mit seiner im Schnitt von 19 Jahren sehr jungen Mannschaft bis zum 8:8 in Minute 18 den Ausgleich herstellte. Fortan lagen die Vorteile auf Seiten desRiedvereins, wenngleich Spielfluss aufgrund der fehlenden Schiedsrichter-Linie, die beide Seiten des Öfteren zum ratlosen Kopfschütteln veranlasste, kaum möglich war. „Wir hatten das Spiel phasenweise im Griff, haben aber zu viele Chancen nicht genutzt, dazu Bälle unnötig weggeworfen“, sagte HTV-Trainer Lars Kienzler. Gegenüber Luca Barbon sah als bedeutsam an, „dass wir über eine zunehmend stabiler werdende Abwehr im Spiel geblieben und dran geblieben sind, denn es war lange Zeit über eine Begegnung auf absoluter Augenhöhe“.

Der HTV führte mit 12:9 in Minute 25, dochder HGW ließ sich nicht abschütteln. Bei Halbzeit war die HTV-Führung auf ein Minimum geschmolzen. Mit dem Beginn der zweiten Hälfte konnten die Hausherren in einem „weiterhin wilden Spiel“ (Barbon) die Führung auf 19:15 in Minute 40 ausbauen. Ab diesem Zeitpunkt sollten sich Faktoren wie nicht endende Moral, aber auch die größere Erfahrung im Gästekader, bemerkbar machen. „Hofweier hat Akteure im Kader, die mit knappen Situationen, auch in einem Derby, cooler umgehen, das Spiel auch mal verschleppen können“, so Lars Kienzler.

Über 20:20 in Minute 47 spitze sich die Lage bis zum 24:24 in Minute 51 zu. Hofweier ging in Führung, geriet allerdings zweifach in Unterzahl und kassierte zwei Siebenmeter – die der HTV in kurzer Abfolge beide vergab. „Verwandle die beiden Versuche und wir gewinnen vermutlich. Das war Kopfsache, die den Unterschied macht“§, bedauerte Kienzler. Hofweier schöpfte aus der Entwicklung nochmals Kraft, bog das Szenario und verbuchte den Sieg. „Wir sind stolz auf die Mannschaft, wie sie sich den Sieg erkämpfte. Es war ein enges Spiel, das wir über Einsatz, Moral und auch das nötige Glück entscheiden konnten“, hielt Luca Barbon fest.

Geschrieben von Thorsten Mühl