Viel Kampf, wenig Glanz, Sieg
Zweiter Heimerfolg in der Hohberghalle beim 26:22 (10:11) über die SG Lauterstein
Hypernervös, Mental blockiert, so in etwa könnte man den Auftritt der HGW Aktiven am Samstag beschreiben. War es die dreiwöchige Pause, oder war es der Druck des Gewinnen müssen? Jedenfalls gelang über lange Zeit kaum etwas. Da war es überlebenswichtig, dass sich Patrick Herrmann im Verlaufe der Partie nicht nur steigerte, sondern mit einer regelrechten Glanzleistung aufwartete. Seine Paraden legten den Grundstein, an den sich seine Vorderleute anlehnen konnten, um nach und nach über eine verbesserte Defensive die Angriffe der Gäste unter Kontrolle zu bekommen. Denn bis zum 3:6 in der 10. Minute und auch nochmal beim 6:9 nach 21 Minuten sah es gar nicht gut aus für die Hausherren. Die starke Abwehrarbeit der SG Lauterstein, ob mit defensiver sechs null oder offensiver vier zwei Variante brachte die Angriffe der Hausherren immer wieder ins Stocken. Die Folge waren ungewohnt viele technische Fehler.
In der Schlussphase der ersten Hälfte schien es dann aber so, als könne Hofweier die Partie in den Griff bekommen. Beim Pausenstand von 10:11 war jedenfalls wieder Hoffnung angesagt.

Leider startete der HGW wieder einmal richtig schwach in die zweite Hälfte. Beim 12:16 nach 39 Minuten waren die Hoffnungen erneut auf ein Minimum gesunken. Doch plötzlich ging ein Ruck durch das Team. Die Defensive mit Boris Schnak und Lucas Schade als Bollwerk in der Mitte blockte mehrere Versuche des Gästerückraums. Nach einem sechs zu null Lauf bejubelten die HGW Fans unter den knapp 500 Bsuchern die erstmalige Führung. Vor allem Stefan See gelang es in dieser Phase sich gegen die jetzt ruppiger arbeitenden Abwehrrecken der Gäste durch zu setzen. Ein absoluter Glücksgriff bedeutete das Mitwirken von Sebastian Groh, der mit seiner körperlichen Präsenz und Spielintelligenz verblüffte. Beim Gast zeigten sich jetzt Verschleißerscheinungen. Nachteilig für das Spiel der Lautersteiner, dass Jochen Nägele, ansonsten gefürchteter Rechtsaußen, durch die taktische Maßnahme, ihm keinen Zentimeter Platz zu lassen, total aus dem Spiel genommen war. Ein einziger Treffer gelang ihm aus dem Spiel heraus. Die Schlussphase der Partie blieb spannend, auch wenn der HGW über 19:18 und 22:21 stets die Führung behauptete. Aufatmen war aber dennoch erst in der Schlussminute beim 25:22 angesagt. Letztendlich war der ungemein wichtige 26:22 Heimsieg verdient. Hofweier gab sich zu keiner Sekunde der Partie auf, die SG Lauterstein hatte am Schluss einfach nicht die körperliche, aber auch nicht die spielerische Substanz, um in der Hohberghalle zu punkten. Beide Teams schwächten sich mehrfach durch vollkommen unnötige Zeitstrafen, wobei die Gäste sicherlich bei zwei Aktionen Glück hatten, dass es bei einer 2-Minuten Strafe blieb. Die stärksten Akteure beim Sieger, ganz klar Patrick Herrmann, Stefan See mit acht Treffern bester Torschütze und Sebastian Groh. Aufsteigende Tendenz bei Roman Einloth. Marco Bures sicherte in seinem zweiten Spiel für den HGW mit den Treffern zum 24:22 und zum 25:22 den Heimsieg ab.
Mit nunmehr elf Pluspunkten ist der Anschluss an die Nichtabstiegsplätze wieder hergestellt. Der Auftakt ins Neue Jahr gelungen.
Spielverlauf: 0:1, 1:1, 1:4, 2:4, 2:5, 3:5, 3:6, 5:6, 5:7, 6:7, 6:8, 6:9, 8:9, 8:10, 10:10, 10:11,
10:12, 11:12, 11:13, 12:13, 12:16, 18:16, 18:18, 19:18, 19:19,21:19, 21:20, 22:20, 22:21, 23:21, 23:22, 26:22,
HGW : P. Herrmann, N. Nikolic, T. Stocker 1, R. Einloth 3, L. Groh, S. Groh 4, B. Schnak, D. Monschein 1 , L. Schade 1, M. Schulz 2 , S. See 8/4 , H. Einloth , M. Bures 6/1
Gelbe Karte: (L. Schade, M. Schulz, M. Bures), 2-min: ( L. Schade, M. Schulz 2*, S. See, M. Bures)
SG Lauterstein: M. Wiche, M. Nagel, C. Stuber 2, T. Schmid 1, M. Stuber 1, F. Beutel 1, L. Lenz 1,J. Villforth 1, M. Nagel, S. Nägele 1, M. Kraus, M. Kölle 4, J. Nägele 6/5, F. Thrun 1, M. Dangelmaier 3
Gelbe Karte: (C. Stuber, F. Beutel, M. Dangelmaier, M. Lackinger) 2-min: (C. Stuber 2*, M. Stuber 2*, F. Beutel, L. Lenz, S. Nägele 2*, N. Krauß, M. Dangelmaier ), Disqualifikation: C. Stuber

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